Island

Insel der Wikingerinnen
Daniela Parr



Keflavik bis Valahnukur

1000-Krater-Park


Gleich hinter Keflavik zweigt die Straße nach Hafnir ab. In Hafnir liegt der Anker eines Geisterschiffes, das ohne Mannschaft mit einer kompletten Ladung Holz hier an Land gespült wurde.

Hinter Hafnir folgen die Vogelklippen. Die Gegend nennt sich Hafnarberg. Vom Parkplatz aus sind es ca. 40min zu Fuß bis zu den Klippen, an denen die Vögel beobachtet werden können. Da es regnete, mussten wir auf diesen Ausflug leider verzichten.

 






Midlina
(Brücke zwischen den Kontinenten)


     

Gar nicht weit von den Vogelklippen entfernt spannt sich eine Brücke zwischen zwei Felsen. An dieser Stelle grenzen die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aneinander. Die Brücke wird dementsprechend als "Brücke zwischen den Kontinenten" bezeichnet und ist ein beliebter Fotospot für Touristen.

     


Gunnuhver

      




Wenige Kilometer weiter folgt ein Geothermalgebiet mit der Quelle Gunnuhver, die nach der Geisterhexe Gunna benannt ist. Sie ist die größte Schlammquelle Islands mit 20 Metern Durchmesser. In den dreißiger Jahren siedelte sich hier eine Familie an, die den warmen Boden nutzte, um ihr Haus zu heizen. Die Grundmauern des Hauses sind heute noch zu sehen.



Weiter auf der Straße in Richtung Reykjavik kommt frau an der "Blauen Lagune" vorbei. Dieses Geothermalbad verdankt seine Entstehung dem benachbarten Kraftwerk, in dem heißes Wasser in Elektrizität umgewandelt wird. Das heruntergekühlte heiße Wasser aus der Erde wird am Ende als Badewasser genutzt.




Reykjavik

     

Unser Aufenthalt in Reykjavik war nur kurz, da wir die Insel einmal umrundet haben und mehr Zeit in der Natur verbringen wollten, als in der Stadt.

Empfehlenswert sind vor allem die Hafengegend mit dem Konzerthaus, in dem den ganzen Tag lang die verschiedensten Veranstaltungen stattfinden.

Auch die Fußgängerzone ist sehr sehenswert und hat einige Skurilitäten zu bieten. Als erstes sind uns die strickenden Frauen aufgefallen. Die Wollpullover hängen an Kleiderständern und können direkt gekauft oder sogar auf Maß bestellt werden. Im Wikingerhotel sind alle Angestellten als Wickinger verkleidet. Eine weitere schräge Attraktion ist außerdem das "Penismuseum", in dem vom Walphallus bis zum Mäusepenis und Peniskunst so ziemlich alles gezeigt wird.


Südküste

Laufskalavarda

     

Jede Person, die zum ersten Mal vorbeikommt, soll an dieser Stelle einen Stein ablegen, um für eine gute Reise zu bitten. Von der Straßenverwaltung wurden extra Steine herangeschafft, um diese Tradition fortführen zu können.


Jökulsarlon (Gletscherlagune)

       

Die Eisblöcke in der Gletscherlagune stammen von einem Ableger des Vatnajökull. Teilweise verbleiben sie, nachdem sie vom Gletscher abgebrochen sind, bis zu fünf Jahren in der Lagune, bis sie irgendwann ins Meer hinaustreiben.

       

Die Lagune ist erst 80 Jahre alt. In den 30er Jahren reichte der Gletscher noch bis an die Ringstraße heran. Die spektakulären Eisstücke werden von mehreren Farben durchzogen: unter anderem Blau, Schwarz und Gelb. Bei genauem Hinschauen, sind alle möglichen Formen, sowie Löcher im Eis zu sehen. Auch Robben können im Wasser beobachtet werden.

    

Um die Eisskulpturen aus nächste Nähe zu erkunden, empfiehlt sich die Fahrt mit einem der gelben Amphibien-Fahrzeuge. Je nachdem, wie lange es bis zur gebuchten Tour dauert, ist es schon ein großer Spaß, den Fahrzeugen beim Eintauchen ins Wasser zuzuschauen. Um so spannender ist es dann, selbst mit einem solchen Gefährt in die Gletscher-Lagune abzutauchen. Die Amphibienfahrzeuge sind auch ehemaligen Beständen der US Army, wie uns ein Schild neben dem Lenkrad bestätigt.


Gletscherausläufer






Vor und hinter der Gletscherlagune können die Ausläufer des Gletschers bewundert und erwandert werden.









     


Ostküste

       

Besonders empfehlenswert sind die touristisch erfreulicherweise nicht überlaufenen Ost- und Nordfjorde. Die Ringstraße verläuft hier über lange Strecken als Schotterpiste. 

      


Fossardalur






Diesen hübschen Wasserfall entdeckten wir auf unserer Fahrt entlang der Ostküste.








 
     


Seydisfjördur


      

Seydisfjördur, ein malerisches Örtchen, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Hier kann frau die Seele baumeln lassen.

Alle paar Tage erwacht das Städtchen für kurze Zeit zum Leben. In diesem Fjord kommt die Autofähre an und spült alle Touristen auf die Insel, die mit dem Auto oder Wohnwagen anreisen.  

     



Rund um den Myvatn (Mückensee)


Die Gegend rund um den Myvatn ist eine der abwechslungsreichsten Landschaften, die Island zu bieten hat. Von mondartigen Kratern bis zu blubbernden Schlammlöchern und warmen bis heißen Badehöhlen ist hier alles zu finden.

Es lohnt sich, hier gleich mehere Tage zu verbringen und der Landstraße um den See herum zu folgen oder auf einem der vielen Wanderwege die Umgebung zu erkunden.

Der Name "Mückensee" ist durchaus ernst zu nehmen. Stechmücken gibt es hier in rauhen Mengen. Wir hatten Glück. Im Spätsommer nimmt die Zahl der Mücken bereits ab. Das Regenwetter tat sein übriges, dass wir nicht allzu viele Mücken zu Gesicht bekamen.


Dettifoss (Wasserfall)

    




Der Weg zum Dettifoss führt über eine mehrere Kilometer lange Schotterpiste. Dementsprechend lang ist die Fahrzeit zu diesem berauschenden Wasserfall.

Schon beim Heranlaufen an den Wasserfall ist das laute Tosen des Wassers in der ganzen Schlucht zu hören. Auch das Schäumen des Wassers ist schon von weitem zu sehen.





Direkt neben dem Wasserfall kann frau sich aus nächster Nähe von der unbändigen Kraft des Wassers überzeugen.

Auch der vom Dettifoss geformte Canyon, in dem das Wasser abfließt, kann sich sehen lassen.

Der Dettifoss ist mit seinen 44 Metern Höhe, 100 Metern Breite und einem Durchfluss von 193 Kubikmetern Wasser in der Sekunde der wasserreichste Wasserfall Europas.


Krafla

    

     


Hverir


    

     


Grjotagja (Höhle mit 50 Grad heißem Wasser)

     

Sehr beeindruckend fanden wir den Besuch der Grjtagja, einer Höhle mit 50 Grad heißem Wasser darin. Das Wasser im Innere der Höhle schimmert durch den seitlichen Lichteinfall azurblau.

Früher wurde die Grotte zum Baden genutzt, aber das das Wasser im Laufe der Zeit immer heißer wurde, warnen heute Schilder davor, in dem Wasser zu baden, da es zu Verbrühungen der Haut kommen kann.

Hverfjall

Der Hverfjann ist ein Vulkankrater mit einem Tuffring an der Außenseite. Er befindet sich nordöstlich des Myvatn. Von oben hat frau einen guten Ausblick in die umliegende Landschaft und sogar bis zu den Kraftwerken in Krafla hinüber.

Vulkankrater mit einem Tuffring sind sehr selten. Es gibt außer diesem hier nur zwei weitere. Einer davon befindet sich in Oregon, der andere in der Eifel.

Trotz der kargen Landschaft, schaffen es bei genauerem Hinschauen einige Pflanzen, auf diesem Untergrund zu wachsen.

Dimmuborgir


In Dimmuborgir gibt es viele ungewöhnlich geformte Lavafelder zu sehen. Einige davon ragen wir Kamine in die Höhe, an anderen Stellen haben sich Höhlen ausgeformt.

Einer der Kaminwälle hat ein Loch in seiner Wand. Am Ende eines Weges entdecken wir außerdem eine aus Stein geformte Sitzbank.

Dimmuborgir bedeutet "Dunkle Städte" oder "Dunkle Burgen". Der Sage nach haben die  Elfen und Trolle in Dimmuborgir ihre Eingänge zu den unterirdischen Höhlen, in denen sie leben.

     

Skutustadagigar (Pseudokrater)

Die Vertiefungen im Gelände, die als Pseudokrater bezeichnet werden entstanden, als heiße Lava in den See floss. Das in der Lava eingeschlossene Wasser explodiert, wenn es erhitzt wird. Diese Gasexplosionen formten die heute noch zu sehenden Krater.

     

Der Name Pseudokrater rührt daher, dass es sich bei den Vertiefungen am Rande des Myvatn nicht um echte Vulkankrater handelt.

Godafoss

    

    




Nordküste

Hofsos

              

Das kleine beschauliche Örtchen Hofsos wurde uns von mehreren Leuten wärmstens empfohlen. Zwei Frauen aus dem Ort haben hier mit Spenden und Eigenkapital das schönste Schwimmbad Islands bauen lassen. Es liegt leicht erhöht an der Küste. Durch die Geländestufe hat frau den Eindruck, direkt ins dahinterliegende Meer hinausschwimmen zu können.

Auch das Klettern in den darunter liegenden schroffen Felsformationen ist ein spektakuläres Naturerlebnis.


     


Westfjorde

Holmavik

Holmavik liegt an der Strandir-Küste und ist die erste größere Siedlung, in die frau gelangt, wenn sie an der Ostseite der Nordküste hochfährt. Schon vor dem Ort sind die ersten Steinformationen zu sehen, auf die sich mehrere lokale Sagen beziehen.

     



"Centuries ago the trolls in the Westfjords decided to dig a channel between this fjord, Kollafjörður, and the one west from here on the other side of the Westfjords. They wanted to create a kingdom of trolls in the Westfjords and see to that no humans would be able to go and live there. They were digging the whole night but it took them too long and the sun came up and changed them into those majestic rocks where they have been standing ever since. The bigger one is the female troll and the smaller is the male. All Icelandic trolls are night-trolls. "

Der Ort Holmavik ist vor allem bekannt für das "Museum für Hexerei". Hier werden viele Rituale und alte Zauberformeln anschaulich erklärt. Auch die berühmte "Leichenhose" ist hier ausgestellt. Sie soll ihrem Träger großen Reichtum bescheren. Es wird gesagt, dass sie beim Anziehen sofort mit der Haut des Trägers verschmilzt.

Selkolla (Stein)

Die Sage zum Selkolla-Stein:
"Centuries ago a child was born in the northern half of the parish. A labourer and a maid-servant were sent to the prior recidence in Steingrímsfjörður to have the child christened. On the way the pair realised that this was their best change of fulfilling a mutual call of the flesh. So when reaching this great boulder they laid the baby down on one side and had theire fun on the other side. Having satisfied their lust they walked around the boulder to pick up the baby. But it showed no sign of life and was so evil-looking that they didn´t dare to touch it. Instead they ran in panic down the hill to the nearest farm. The story was not believed at first and men were sent to find the child, but all efforts were in vain. The baby had disappeared. Soon afterwards a large female was repeatedly seen in the vicinity of the stone and people believed that she was a malovelent spirit that had entered the baby. Her head resembed a seal's and she became known as Selkolla (literally: Seal's Head). Selkolla stole sheeps and terrorised the whole region for a long time.
"

Bjarnarfjördur (Sorcerer's Cottage)


Hier finden sich die "Hütten der früheren Zauberinnen der Insel". Sie gehören zum Museum für Hexerei.

Im Inneren der Hütten kann frau erleben, wie die Isländerinnen in früheren Zeiten gelebt haben.

Direkt daneben befindet sich ein Schwimmingpool, aber auch eine heiße Quelle. Das warme Wasser, das das Schwimmbad speist, fließt neben den Hütten vorbei.


     

Drangsnes und Umgebung

In der Umgebung von Drangsnes liegt viel Treibholz an der Küste. Die Küstenlinie ist eine der interessantestes und abwechslungsreichsten der Gegend.

In Drangsnes gibt es drei kostenlose Hot Pots, die sowohl von Einheimischen, als auch von Touristen rege genutzt werden. Direkt daneben findet sich eine Dusche mit integrierter Umkleide.

Ganz in der Nähe des Hafen liegt der Kerlingin, ein mythologischer Stein. Direkt daneben befindet sich eines der Restaurants des Ortes.

     


Snaefellsnes


Helgafell (Stikkisholmur)



         

         


Eldborg
(Krater)














Golden Circle


Geysir




     

Gullfoss

















         

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Daniela Parr